BSO - Gut beraten.

Berufsethik BSO

Menschenbild, Haltung und Verhalten

Der vorliegende Ethikkodex orientiert sich an der UNO-Menschenrechtscharta und bildet für Beraterinnen und Berater bso die Basis ihres beruflichen Handelns.

Menschenbild und Haltung

Allen Menschen gebührt Achtung und Anerkennung, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Weltanschauung und Lebensgestaltung. Dies bedeutet jedoch nicht die uneingeschränkte Bejahung aller Verhaltensweisen.

 

Alle Menschen haben das Recht auf Meinungsäusserungsfreiheit sowie das Recht auf Bildung und Entfaltung ihrer Persönlichkeit.

 

Jeder Mensch ist eine einzigartige, eigenständige Persönlichkeit und gleichzeitig auf den Dialog angewiesen. Er bleibt sein Leben lang lern- und entwicklungsfähig.

 

Beraterisches Geschehen findet immer in Beziehungen statt.

 

Wertschätzung und Integrität des einzelnen Menschen stehen für Berater/-innen bso an erster Stelle.

 

Berater/-innen bso distanzieren sich von fundamentalistischen und/oder sektiererischen Positionen, die einzelnen oder mehreren Menschenrechten widersprechen, sie nicht achten oder verletzen.

Verhalten

Berater/-innen bso verfügen über ein eigenes Beratungskonzept. Sie sorgen für Transparenz bezüglich ihres Arbeitsverständnisses sowie ihres beruflichen und persönlichen Hintergrundes. Institutionelle und persönliche Bindungen werden offen gelegt, soweit diese für die betroffenen Personen und Institutionen von Bedeutung sind. 

Berater/-innen bso sind allparteilich. Sie gestalten die Spannungsfelder zwischen institutionellem Auftrag und den Bedürfnissen der beteiligten Personen fachgerecht. 

Berater/-innen bso achten die unantastbare Würde der Menschen, sie respektieren autonome Entscheidungen und fördern eigenverantwortliches Handeln.

Berater/-innen bso beraten auf Augenhöhe und handeln authentisch und kongruent. Sie setzen sich kritisch mit sich selbst und mit ihrer Beratungstätigkeit auseinander. 

Berater/-innen bso verpflichten sich grundsätzlich zur Verschwiegenheit bezüglich Personen und Inhalte ihrer Beratungstätigkeit. Wenn Berater/-innen bso in Gewissenskonflikte geraten, entscheiden sie nach sorgfältiger Abwägung aller Umstände, entsprechende Informationen weiter zu geben. 

Berater/-innen bso orientieren sich bei der Erfüllung des Auftrags am Kundennutzen. 

Berater/-innen bso nehmen am Qualitätssicherungs- und Qualitätsentwicklungssystem des bso teil.

März 2009