BSO - Gut beraten.

FAQ

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(Wann) lohnt sich der Beizug einer externen Beratungskraft?

Der Beizug von betriebsfremden Beraterinnen und Beratern ist nicht die einzig mögliche Antwort auf komplexe betriebliche Fragen. Der Ansatz, die betriebsinternen Ressourcen zu nutzen und immer wieder neue Arbeits- und Lösungswege zu versuchen (lernende Organisation), ist gerade auch ein Postulat von Coaching, Supervision und Organisationsberatung. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass Betriebe immer wieder in Situationen kommen, in denen eine unabhängige Stimme (über)lebenswichtig ist. Sei das im Fall von Konflikten, beim Überdenken eingespielter Abläufe oder beim Ausrichten auf neue Ziele und Aufgaben. Eine vom System losgelöste Person hat dann die nötige Distanz, um die richtigen Fragen zu stellen, neue Vorgehensvorschläge zur Diskussion zu stellen oder auch ganz einfach zu entlasten (von komplexen Moderationsaufgaben, zum Beispiel). Untersuchungen zeigen, dass sich die Investition in Coaching, Supervision und Organisationsberatung dann bereits mittelfristig lohnt. Beratene Systeme funktionieren zwar kurzfristig gesehen nicht wesentlich kostengünstiger als andere, die Ergebnisqualität und Arbeitszufriedenheit nimmt aber zu. Das Unternehmen investiert in seine nachhaltige Entwicklung und steigert sein Zukunftspotenzial.

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Wie finden wir den/die geeignete/n Berater/in?

Je genauer Sie das Beratungsziel definieren, desto leichter fällt Ihnen und Ihrem Gegenüber der Zusammenarbeitsentscheid. Überlegen Sie sich vor dem telefonischen Erstkontakt auch das ideale Profil für die externe Unterstützung: Frau oder Mann? Nötige Kultur/Branchenkenntnisse? Erfahrung und Referenzen? Der allerwichtigste Meilenstein ist schliesslich das Erstgespräch / die erste Arbeitssequenz: Es gilt nochmals genau zu klären, was von der Beratung erwartet wird, was die Institution bietet, zu was sich die Teilnehmenden verpflichten ... und - last but not least - ob die Chemie stimmt. Denn das ist die Grundvoraussetzung zur erfolgreichen temporären Zusammenarbeit.

Siehe auch Checkliste Berater/innensuche

Der Quicklink "Suche Berater/-in ermöglicht Ihnen eine geführte Recherche. Hier gelangen Sie direkt zum Berater/-innen-Verzeichnis

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Was kostet Beratung?

Das hängt von Umfang, Inhalt und Form des Mandats ab.Gemäss Mitgliederumfrage des bso vom 2011 bewegen sich die Honorarsätze in folgenden Bereichen:

  • Einzelsetting:   150-200 CHF 
  • Gruppensetting:  200-250 CHF    
  • Tagesansatz:    1‘500-2‘500 CHF      
  • Das Honorar ist teilweise von der Branche und dem Beratungsformat abhängig.

Die Kostenfrage sollte auf jeden Fall vor Beginn der Beratung geklärt werden: Stundentarif, Tagespauschale, was darin enthalten ist und welche Leistungen extra verrechnet werden. Bei mittleren und grösseren Mandaten macht es Sinn, in einem Erstgespräch die Rahmenbedingungen zu klären und vom Berater oder von der Beraterin einen detaillierten Kostenvoranschlag verlangen.

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Ist Supervision und Coaching - falls nicht vom Arbeitgeber übernommen - wenigstens von der Steuer abziehbar?

Die Chancen sind eher gering, aber ein Versuch kann sich lohnen. Die Kantone haben eine sehr unterschiedliche Praxis bezüglich der Abzugsfähigkeit von berufsbezogenen Spesen. Am Aussichtsreichsten ist es, wenn externe Beratung als wichtiges Element der beruflichen Entwicklung/Aus-/Weiterbildung dargestellt werden kann und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt dank dieser Investition gesteigert werden können.

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Lohnt sich die Investition für eine Supervisions-/Organisationsberatungs-Ausbildung? Gibt es nicht bereits zu viele Beratende?

Es gibt 1'300 Beraterinnen und Berater bso und mindestens eben soviele Unorganisierte, dazu kommen zunehmend betriebswirtschaftlich ausgebildete Consultants. Das Angebot an Beratung ist also recht gross. Allerdings wächst auch der Beratungsbedarf ständig (Leistungsaufträge, Umstrukturierungen, höhere Arbeitsbelastung, Konflikte/Burnout). Die Praxis zeigt, dass Berater/-innen bso - ein gutes Beziehungsnetz und ein gewisses Flair fürs Unternehmertum vorausgesetzt - gute Chancen für eine mindestens teilzeitige Beratungstätigkeit haben. Viele Berater/-innen verbleiben mit einem Bein im angestammten Beruf (Bezug zur Feldpraxis) und sind also nebenerwerbende Selbständige. Das macht im Kontext von Nachhaltigkeit und Lebensqualität durchaus Sinn.

Nicht zu unterschätzen ist auch der persönlichkeitsbezogene und allgemein qualifizierende Aspekt der Ausbildung: Psychologisches, soziologisches, pädagogisches und organisationelles Wissen, verbunden mit eigener Prozesserfahrung ist in fast allen verantwortungsvollen Funktionen des Berufslebens gefragt. Ausgebildete Berater/-innen - das hat auch der Arbeitsmarkt festgestellt - besitzen das Potenzial für anspruchsvolle Management- und Führungsaufgaben.

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Welche Ausbildungsinstitute für Coaching, Supervision und Organisationsberatung empfiehlt der bso?

Ausbildungsinstitute die der bso geprüft hat und die den hohen Anforderungen des Verbandes entsprechen finden Sie unter der Rubrik Bildung. Die Kriterien zur Auswahl des geeigneten Instituts sind individuell zu verschieden, als dass der Verband Detailempfehlungen aussprechen könnte. Er stellt dafür unter der gleichen Rubrik eine Checkliste mit den wichtigsten Fragestellungen im Zusammenhang mit der Ausbildungswahl zur Verfügung.

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Sind die vom bso-anerkannten Ausbildungen staatlich anerkannt?

Das ist je nach Ausbildungsinstitut unterschiedlich: Einige Ausbildungsträger haben Fachhochschul-Status, andere eine Zusammenarbeit mit einer anerkannten Fachhochschule installiert. In diesen Fällen ist in der Regel die staatliche Anerkennung durch die Abgabe von entsprechenden Diplomen und Credits gegeben. Die einzelnen Institute geben Ihnen jeweils gerne direkt über diese Frage Auskunft. Der Verband selber beschränkt sich in seiner Ausbildungspolitik auf die Definition von formellen und inhaltlichen Minimalstandards (siehe Webkapitel "vertragliche Ausbildungspartnerschaft- Anerkennungsreglement"). Dies Aufgrund der Überzeugung, dass die Detailausgestaltung des Angebotes und die daraus resultierende Profilierung in der Bildungslandschaft den angeschlossenen Instituten überlassen sein soll. Auf diese Weise will der bso die Vielfalt der Beratungsausbildungen ermöglichen und einer Ausbildungsmonokultur entgegen wirken. Ab ca. 2016 besteht die Möglichkeit eine höhere Fachprüfung als Supervisor/-in, Coach und/oder Ogranisationsberater/-in zu absolvieren. Der bso ist Mitträger dieser Prüfung.

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Wie darf ich mich nennen, wenn ich meine bso anerkannte Ausbildung abgeschlossen habe?

Darüber gibt Ihnen das Abschlussdiplom des Ausbildungsinstituts detaillierte Auskunft. (z.Bsp. Supervisor/-in und Coach IAP)In Ihrem Fall können Sie sich "Supervisorin und Coach IAP" nennen. Das Tragen des Berufstitelzusatzes bso ist ausschliesslich Mitgliedern des Verbandes vorbehalten. Wenn Sie sich also zusätzlich "Supervisorin und Coach bso" nennen möchten, so bedingt das eine Aktivmitgliedschaft im Verband. Sie verpflichten sich in diesem Fall, ein differenziertes Qualitätssystem zu erfüllen, was unter anderem die regelmässige Weiterbildung, eine Mitarbeit in einer Intervisionsgruppe sowie die systematische Auswertung Ihrer Beratungstätigkeit beinhaltet. Als Gegenwert profitieren Sie vom - markenrechtlich geschützten - Label bso, welches für seriöse prozess- und ressourcenorientierte Beratung steht und breite Anerkennung geniesst.

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Welche Kurzausbildungen für Coaching empfiehlt der bso?

Das Ausbildungs- und Tätigkeitsfeld Coaching ist ausserordentlich breit und unübersichtlich. Es gibt Institute, welche - namentlich für interne Coaches - Ausbildungen von wenigen Tagen anbieten. Es gibt aber auch vertiefende Ausbildungen, die für sich in Anspruch nehmen, die Teilnehmenden umfassend auf eine professionelle Beratungstätigkeit vorzubereiten. Eine vollständige Übersicht fehlt auch dem bso, aber viele durch uns anerkannte Anbieter von Supervisions- und OE-Lehrgängen führen spezielle Coaching-Module, welche wir empfehlen können.

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Ich bin Mitglied bso und werde demnächst in eine (nicht beraterische) Festanstellung wechseln. Welche Möglichkeiten gibt es, trotzdem mit dem Verband verbunden zu bleiben?

Ein Austritt aus dem Verband ist jeweils per Ende Jahr möglich (schriftlich oder per Mail). Im Fall eines späteren Wiedereintritts, frühestens nach zwei Jahren, reicht eine kurze Mitteilung, auf das Erheben einer neuerlichen Eintrittsgebühr verzichten wir, da die Unterlagen ja in unserem Archiv noch vorhanden sind. Für die bso-lose Zeit empfehlen wir Ihnen zwei Varianten:

  • das Abonnieren des bso Journals
  • das Eingehen einer Passivmitgliedschaft
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Ist Coaching, Supervision und Organisationsberatung MWST-pflichtig?

Im Grundsatz gilt, dass, wenn ein/e Berater/-in über SFr. 100'000.- Umsatz erzielt, eine Mehrwertsteuerpflicht besteht. Für Fragen verweisen wir auf www.estv.admin.ch , die Website der zuständigen Steuerverwaltung. Dort finden Sie verbindliche und laufend aktualisierte Antworten auf Ihre Fragen.

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Welche Art der Beratung vertritt und vermittelt der bso, bin ich an der richtigen Adresse?

Der bso vertritt 1'300 Beraterinnen und Berater. Die Mitglieder haben nach einer qualifizierten Erstausbildung eine 600 Präsenzlektionen umfassende Zusatzausbildung für die Beratung und Begleitung von Einzelpersonen, Gruppen und - je nachdem - Gesamtorganisationen erworben. Der Hauptfokus von Coaching, Supervision und Organisationsberatung liegt auf der beruflichen Zusammenarbeit: Anspruchsvolle Arbeitssituationen werden gemeinsam reflektiert, Aufgaben, Rollen oder Ziele überprüft, die interne und externe Kommunikation verbessert, allenfalls ein Betrieb unter Einbezug der Belegschaft neu ausgerichtet. So verstandene Beratung ist ein wirkungsvolles Instrument beruflicher wie persönlicher Weiterbildung und ein wesentlicher Beitrag zur betrieblichen Entwicklung und Qualitätssicherung. Dabei definieren sich Mitglieder bso in erster Linie als Kommunikations- und Prozess-Gestalter. Über das - je nach Fragestellung zusätzlich nötige - Branchen- und Feldwissen unserer Berater/-innen geben die Portraits im Verzeichnis "Suche Berater/in" Aufschluss.

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Ist der bso international?

  • Der bso ist Mitglied der ANSE (Associaton of National Organisations for Supervision in Europe) und bringt sich aktiv beim europäischen Dachverband ein.
  • Mit den Verbänden aus Deutschland (DGSv) und Österreich (ÖVS) hat der bso ein Abkommen über die gegenseitige Anerkennung der Ausbildungen.