Rückblick ausserordentliche Mitgliederversammlung vom 30.11.2020

Der Vorstand freute sich, am 30.11.2020 aus dem Sitzungszimmer der Geschäftsstelle in Bern rund 60 Mitglieder zur ersten ausserordentlichen Mitgliederversammlung via Zoom online zu begrüssen. Frau Beatrice Madach führte im Hintergrund durch die Onlineversammlung und unterstützte die Teilnehmenden auch bei technischen Problemen.

Gleich zu Beginn der Versammlung erinnerte das Präsidium daran, dass an der Mitgliederversammlung ein Antrag zur Statutenänderung zurückgezogen wurde, unter der Bedingung, dass eine ausserordentliche Mitgliederversammlung mit konsultativer Abstimmung zur «Geschäftsstelle 2021» einberufen wird. Der Vorstand betonte mehrmals, wie wichtig ihm die Diskussion mit den Mitgliedern ist. Aus diesem Grund schlug er folgendes Abstimmungsprozedere vor:

  • bei 55% und mehr Annahme:
    ⇒ Kooperationspartnerschaft
  • bei weniger als 55%:
    ⇒ Urabstimmung schriftlich bei allen Mitgliedern


Mit dieser möglichen Urabstimmung beabsichtigte der Vorstand, sich in seinem Entscheid von den Mitgliedern tragen zu lassen. 

Anhand seiner Präsentation legte der Vorstand dar, dass er mit der Vakanz der Leitung der Geschäftsstelle, die Gelegenheit genutzt hat, sich intensiv mit der Weiterentwicklung des Verbandes auseinanderzusetzen. Während dieser Zeit übernahm das Präsidium interimistisch die Führung der Geschäftsstelle. Dank dem grossen Einsatz des Teams der Geschäftsstelle konnten alle Dienstleistungen gegenüber den Mitgliedern sichergestellt werden.

Das Präsidium legte den Handlungsbedarf der bestehenden Strukturen offen. Es sind dies: 

  • Strukturelle Weiterentwicklung
  • Wirkungsvoller Ressourceneinsatz 
  • Einführung eines Dokumenten- und Prozessmanagements (QMS)


Wie bereits an der ordentlichen Mitgliederversammlung vom 6.10.2020 informiert wurde, gibt es zwei verschiedene Varianten, eine sieht vor, die Geschäftsstelle wie bisher mit einer neuen Geschäftsleitung weiterzuführen und bei der zweiten Variante wird die Geschäftsstelle an einen Kooperationspartner ausgelagert. Die Fachstelle wird weiterhin fachlich unter der Leitung der AQK stehen und für das Qualitätslabel garantieren. 

In einer lebhaften Diskussion sowie Fragen und Antwortrunde wurde klar, dass bereits heute verschiedene Dienstleistungen wie IT, Treuhand, Rechtsdienst u.a.m. ausgelagert sind. All diese Dienstleistungen würde der Kooperationspartner abdecken. Der Präsident machte deutlich, dass bei beiden Varianten das Anforderungsprofil der Geschäftsleitung geschärft wird. Er erwähnte, dass sich ein gewisses Muster zwischen den Geschäftsleiterinnen und dem Vorstand ergab. Die Entflechtung zwischen dem operativen Geschäft und den strategischen Aufgaben haben für den Vorstand oberste Priorität.

Die Mitglieder wollten wissen, was gegen Variante 1 spricht:

«Weitere Entflechtungen stehen an. Ein weiterer Nachteil ist in dieser Struktur das Verbandsmanagement aufzubauen. Dies ist sehr aufwändig und ein Ressourcenverschleiss.»

Welches sind die Nachteile der Variante 2:

«Wir haben diese Erfahrung nicht. Wir wissen nicht, wie es sein wird. Wir haben Gewohnheiten und Abläufe. Ein Risiko besteht, es gibt kein Zurück, sollte sich die Zusammenarbeit als zu schwierig entpuppen. Andererseits gibt es weitere Anbieter, zu denen man dann gehen kann.»

Die Mitglieder interessierten sich dafür, welche Erfahrungen andere Verbände mit dem Kooperationspartner BVM gemacht haben, und ob mit diesen Kunden Gespräche geführt wurden. Dies konnte der Vorstand bejahen und bestätigte, dass diese durchwegs positiv ausgefallen sind. Einige Mitglieder haben den BVM als Konkurrenten erlebt und wollten daher wissen, wie dies geregelt wird. Der Vorstand stellte klar, dass er sich dieser Konkurrenzsituation durchaus bewusst ist und regelt diese mit einem Konkurrenzverbot vertraglich mit BVM.

Die Vizepräsidentin stellte in Aussicht, dass BVM mit den internen Sachbearbeiterinnen das Gespräch suchen wird, um eine mögliche Weiterbeschäftigung zu prüfen. Der bso wird bei Variante 2 ab April 2021 kein Arbeitgeber mehr sein. 

Die Frage, die zur konsultativen Abstimmung vorlag, lautete:

  • Wollen Sie die Variante 2 (Kooperationspartnerschaft) annehmen?


Mit dem Abstimmungstool «Survey Monkey», welches eine mehrfache Abstimmung ausschliesst, wurde folgendes Abstimmungsergebnis erreicht:

60.94% Ja

39.06% Nein 

Der Vorstand zeigte sich erfreut über das deutliche Resultat und bedankte sich bei den Teilnehmenden für die lebhafte und konstruktive Diskussion und das Vertrauen.

Die nächsten Schritte sind der Vertragsabschluss mit BVM, die Gespräche mit den Mitarbeitenden und die Vorbereitung der Abschluss- und Übergabearbeiten.

Die nächste Mitgliederversammlung findet am 25.3.2021 statt.

bso-Extranet